Wohnraum wird immer knapper – in Zürich ist praktisch nichts mehr frei!

09. September 2025

Am 1. Juni 2025 wurden in der Schweiz 48’455 Leerwohnungen gezählt. Das sind ein Prozent des Gesamtwohnungsbestands.

Darum gehts:
  • Am 1. Juni 2025 standen in der Schweiz 48’455 Wohnungen leer, was einem Prozent des Gesamtbestands entspricht.
  • Die Leerwohnungsziffer sank innerhalb eines Jahres um 0,08 Prozent, der Rückgang setzt sich seit 2021 fort.
  • Das Angebot an Mietwohnungen sank um 8 Prozent, während die Zahl der Grosswohnungen leicht zunahm.

Die Leerwohnungsziffer in der Schweiz ist innerhalb eines Jahres um 0,08 Prozentpunkte von 1,08 Prozent auf 1 Prozent zurückgegangen, teilt das Bundesamt für Statistik am Dienstag mit. «Damit setzte sich die Abnahme bereits im fünften Jahr in Folge fort», heisst es weiter. Seit 2021 betrug der Rückgang 0,72 Prozentpunkte.

In allen Grossregionen der Schweiz wurden am Stichtag 1. Juni 2025 weniger leerstehende Wohnungen angeboten als noch ein Jahr zuvor. Die grössten Abnahmen der Leerstandsquote wurden in der Grossregion Tessin (von 2,08 Prozent auf 1,92 Prozent) und der Genferseeregion (von 0,96 Prozent auf 0,83 Prozent) beobachtet. Am wenigsten stark fiel sie in der Grossregion Nordwestschweiz (von 1,06 Prozent auf 1,04 Prozent).
In diesen Kantonen gibt es die meisten leeren Wohnungen
Im Kantonsvergleich lag die tiefste Leerwohnungsziffer in Genf (0,34 Prozent), gefolgt von Zug (0,42 Prozent) und Zürich (0,48 Prozent). Insgesamt blieben 15 Kantone mit einer Leerstandsquote unter der 1-Prozent-Marke. Die Kantone Jura (3,03 Prozent) und Solothurn (2,05 Prozent) wiesen die höchsten Leerwohnungsziffern aus und lagen als Einzige über der 2-Prozent-Marke. In 19 Kantonen nahm die Quote gegenüber dem Vorjahr ab, in sechs stieg sie an und im Kanton Graubünden blieb sie unverändert.
Weniger Angebote für Miete und Eigentum
Am Stichtag 1. Juni 2025 wurden insgesamt 37’194 unbewohnte Wohnungen zur Miete angeboten. Dies entspricht im Jahresvergleich einem Rückgang von 3229 Mietwohnungen bzw. einem Minus von 8 Prozent. Schon in den letzten fünf Jahren verringerte sich das Angebot an leerstehenden Mietwohnungen kontinuierlich, mit Rückgängen in einer Spanne von 8,4 Prozent bis 15,9 Prozent. Auch nahm die Zahl der unbewohnten und zum Kauf angebotenen Wohnungen innert Jahresfrist um 290 Einheiten oder 2,5 Prozent auf insgesamt 11’261 Wohnungen ab.
Leerstand sinkt bei Neubau und Einfamilienhäusern
3959 leerstehende Neubauwohnungen (nicht älter als zwei Jahre) waren am 1. Juni 2025 in der Schweiz zur Dauermiete oder zum Kauf ausgeschrieben. Das waren 251 Einheiten bzw. 6 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Die Zahl der am Stichtag angebotenen und unbewohnten Einfamilienhäuser nahm im Jahresvergleich um 25 Einheiten bzw. 0,4 Prozent leicht ab. Insgesamt standen am Stichtag schweizweit 6797 Einfamilienhäuser leer, die weder einen Mieter noch einen Käufer fanden.
Mehr Grosswohnungen angeboten
Die meisten Leerwohnungen haben drei (14’664 Einheiten) oder vier Zimmer (12’804 Einheiten). Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Leerwohnungsbestand bei allen Wohnungen mit einem bis fünf Zimmern von 9 Prozent auf 3,9 Prozent. Demgegenüber nahm die Zahl von Grosswohnungen zu. Ein Plus von 2,3 Prozent (plus 84 auf 3717 Einheiten) resultierte bei den Wohnungen mit sechs und mehr Zimmern.
Quelle Text: 20min.ch, 09.09.25